| Mineralwasser |
| Historisches |
| Vorkommen |
| Entstehung |
| Mineralwasser-Typen |
| Flüssigkeitsbedarf |
| Sport &
Magnesium |
| Quell- u. Tafelwasser |
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Mineralwasser |
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korrekt gesagt "Natürliches
Mineralwasser", ist ... Wasser, das seinen
Ursprung in unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten
Wasservorkommen hat. Es ist von ursprünglicher Reinheit
und besitzt bestimmte ernährungsphysiologische Wirkungen
aufgrund seines Gehaltes an Mineralstoffen, Spurenelementen
oder sonstigen Bestandteilen.
Mineralwasser bedarf einer amtlichen Anerkennung und ist
damit das einzige deutsche Lebensmittel, das einer solchen
Auflage unterliegt.
Natürliches Mineralwasser muss direkt am Quellort
in die für den Endverbraucher bestimmten Flaschen abgefüllt
werden. Es darf nicht wie Tafelwasser in Containern transportiert oder über
Thekenzapfgeräte vertrieben werden.
Der Verschluss muss geeignet sein, Verfälschungen oder
Verun-reinigungen zu vermeiden. In der Gastronomie gehört
das Mineralwasser in der Originalflasche auf den Tisch.
Ein offener Ausschank ist unzulässig. |
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Historisches |
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Schon unseren Ahnen
war Mineralwasser nicht unbekannt. Bereits in der Frühgeschichte
wurde Mineralwasser als Heilmittel getrunken, und solehaltige
Quellen wurden zur Gewinnung wertvoller Mineralien genutzt.
Salonfähig wurde das Mineralwasser aber vor allem durch
die Römer. Sie entdeckten die gesundheitlichen Vorteile
der warmen Quellbäder und entwickelten eine beispiellose
Badekultur.
Nach und nach fanden die Wässer jedoch auch ihren Platz
bei kulinarischen Festen. Deutsches Mineralwasser stand
so hoch im Kurs, dass das perlige Nass
in Tonkrügen über die Alpen transportiert wurde.
Der Kohlensäurereichtum der deutschen Quellen erwies
sich dabei als vorteilhaft, denn der perlige Geschmack war
bei den Römern besonders beliebt und bei deren heimischen
Quellen nicht im gleichen Ausmaß zu finden. Außerdem
gewährleistete der hohe Kohlensäuregehalt eine
gute Haltbarkeit, die hinsichtlich des langen Transportweges
nach Rom unerlässlich war.
Auch im Mittelalter verblasste der Ruhm der deutschen
Mineralwässer nicht.
Bereits seit dem dreißigjährigen Krieg, also
Anfang des 17. Jahrhunderts, lässt sich ein planmäßiger
Transport von Mineralwasser nachweisen. In versiegelten
Füllkörben und Tonkrügen wurde es über
eine weite Entfernung verschickt.
England, das über keine vergleichbaren Quellen verfügt,
gehörte genauso zu den Abnehmern wie die russischen
Zaren.
Lange beschwerliche Transportwege verteuerten jedoch die
Mineralwässer so enorm, dass sie nur für
sehr wohlhabende Schichten erschwinglich waren. Dies änderte
sich erst vor ca. 100 Jahren, als das Wegenetz besser ausgebaut
wurde. |
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Quellwasser |
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stammt auch aus unterirdischen
Wasservorkommen. Es muss nicht ursprünglich rein
sein, keine ernährungsphysiologische Wirkung aufweisen
und bedarf keiner amtlichen Anerkennung.
In seiner Zusammensetzung hat Quellwasser allen Kriterien
zu genügen, die für Trinkwasser vorgeschrieben
sind. Eine amtliche Anerkennung und Nutzungsgenehmigung
sind - anders als beim Mineralwasser - nicht erforderlich! |
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Tafelwasser |
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ist kein Naturprodukt,
sondern eine Mischung verschiedener Was-serarten und weiterer
Zutaten. Für die Mischungsverhältnisse gibt es
Hinweise in den §10 und §11 der Mineral- und Tafelwasserver-ordnung.
Tafelwasser muss keine ernährungsphysiologische
Wirkungen aufweisen und bedarf keiner amtlichen Anerkennung.
Hinweise auf eine bestimmte geografische Herkunft und Angaben
über die chemische Zusammensetzung sind nicht erlaubt,
denn Tafelwasser kann an jedem beliebigen Ort hergestellt
und abgefüllt werden. |
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Leitungswasser |
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besteht zu zwei
Dritteln aus Grundwasser und zu einem Drittel aus
Oberflächenwasser. Es unterliegt der industriellen
Aufbereitung und Filterung. |
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Fazit |
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Quell- und Tafelwasser
müssen die Bezeichnung "Quellwasser" bzw.
"Tafelwasser" auf den Etiketten tragen.
Sie dürfen in ihrem Namen weder den Begriff "natürlich"
enthalten, noch einen Brunnen- oder Quellnamen tragen, um
eine Verwechselung mit natürlichem Mineralwasser auszuschließen. |
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Vorkommen |
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Mineralquellen mit
stark mineralhaltigen Wässern (insgesamt mehr als 1000
mg gelöste feste Bestandteile pro Liter) kommen nur
in ganz bestimmten Gebieten vor.
Es sind solche Gegenden, in denen in erdgeschichtlich relativ
junger Zeit (vor ca. 200 bis 70 Mill. Jahren) vulkanische
Aktivitäten oder tektonische Störungen auftraten.
In Deutschland ist dies der Fall in Eifel,
Ober- und Mittelrheintal, Hessischem Bergland, Südwestdeutscher
Schichtstufenlandschaft usw. Nur hier hat das Wasser die
Möglichkeit, über Kluftsysteme viele verschiedene
Gesteinsschichten zu durchlaufen und dabei in größeren
Mengen Mineralien aufzunehmen.
Aber auch in anderen Gebieten können Mineralquellen
liegen. Da hier jedoch die geologischen Bedingungen für
eine Anreicherung mit Mineralien anders sind, enthalten
diese Wässer zum Tei auch geringere Mengen an Mineralstoffen. |
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Entstehung |
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Natürliches Mineralwasser
entsteht aus Niederschlagswasser, das in den tieferen Untergrund
versickert. Hinzu können noch geringe, vom Magma im
Erdinneren abgegebene Wasseranteile kommen. Beim Versickern
wird das Niederschlagswasser durch die unterschiedlichen
geologischen Schichten gefiltert und gereinigt.
Mit zunehmender Tiefe erwärmt es sich. Eine Erwärmung
kann auch durch den Kontakt zu Vulkanherden erfolgen.
Die Lösungsfähigkeit des Wassers ist der Grund
dafür, dass es beim Durchfließen des Gesteins
Mineralien und Spurenelemente aufnimmt.
Zu den geochemischen Vorgängen gehört auch die
Anreicherung mit Kohlensäure. Sie kann dem Tiefenwasser
in beträchtlicher Menge durch vulkanische Vorgänge
zugeführt werden (neue oder ersterbende Vulkanherde,
postvulkanische Entgasungen).
Ein Liter abkühlendes Magma setzt etwa 80 Liter Kohlensäure
frei, die aus dem Erdinneren über Gesteinsrisse und
-verwerfungen nach oben steigen und ins Wasser gelangen.
Durch die Kohlensäure wird das Lösungsvermögen
des Wassers erhöht. |
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Hydrogencarbonatwässer |
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stammen aus Gesteinen, die viel Kalk, also Calciumcarbonate
enthalten.
Die meisten Mineralwässer zählen zu dieser Gruppe.
Bei ihnen überwiegt das in der Liste der Anionen
mit HCO3 gekennzeichnete Hydrogencarbonat, auch Bicarbonat
genannt. Chemisch gesehen sind die Hydrogencarbonate die
Salze der Kohlensäure.
Hydrogencarbonatreiche Mineralwässer eignen sich
als Säurepuffer.
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Sulfatwässer |
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stammen aus besonders
gipshaltigen Gesteinen.
Sie enthalten viel Schwefel, der als Sulfat oder SO4 auf
dem Etikett angegeben ist. Sulfate sind die Salze der Schwefelsäure.
Sulfatwässer schmecken etwas bitter und können
eine leicht abführende Wirkung haben. |
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Chloridwässer |
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haben Salzlager durchlaufen
(Ablagerungen der Urmeere).
Sie sind besonders reich an Chloriden und damit meist auch
an Natrium.
Natrium und Chlorid sind die im Wasser gelösten Bestandteile
von Kochsalz. Chloridwässer werden empfohlen nach starken
Flüssigkeits- und damit Salzverlusten durch Schwitzen,
Durchfälle oder bei Erbrechen. |
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Säuerlinge |
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weisen einen hohen Gehalt an natürlicher
Kohlensäure auf. Mehr als 250mg Kohlensäure pro
Liter muss ein Säuerling haben.
Man findet sie häufig in Vulkangebieten. |
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Mischformen |
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Neben den reinen Hydrogencarbonat-,
Sulfat- und Chloridwässern gibt es auch Mischformen
wie zum Beispiel Calcium-Sulfat-Hydrogencarbonat-Wässer
oder Calcium-Magnesium-Chlorid-Wässer. |
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Flüssigkeitsbedarf |
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Der Menschliche Körper
besteht zu 50 bis 80 Prozent aus Wasser - je jünger
desto höher der prozentuale Wasseranteil:
1400 Liter Wasser durchströmen in 24 Stunden das Gehirn,
bei den Nieren sind es sogar 2000 Liter im gleichen Zeitraum.
Die wasserreichsten Organe - Blut, Gehirn, Leber und Muskulatur
- reagieren auf Wasserverlust besonders empfindlich.
Der Organismus scheidet zwar nur 2,5 Liter im Laufe des
Tages aus, diese Menge muss jedoch ersetzt werden.
Der Körper kann auf keine eigenen Wasserreserven zurückgreifen.
Damit der Organismus nicht austrocknet und er alle Schadstoffe
ausscheiden kann, muss ein erwachsener Mensch mindestens
2,5 Liter Flüssigkeit täglich aufnehmen. Über
den Abbau von Nahrung und körpereigenen Fetten, Kohlenhydraten
oder Proteinen entstehen 0,3 Liter Wasser. In Lebensmitteln
sind weitere 0,7 Liter Wasser enthalten. Daraus folgt,
dass
ein Mensch (je nach Alter) mindestens 1 bis 1,5 Liter Flüssigkeit
in Form von Mineralwasser oder anderen geeigneten Getränken
zu sich nehmen muss.
Nahrungsexperten empfehlen sogar unter normalen Lebensbedingungen
eine tägliche Flüssigkeitsaufnahme von 1,5 bis
2 Liter, um eine Austrocknung zu verhindern. |
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Sport
& Magnesium |
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Wer sich sportlich
betätigt, gerät ins Schwitzen... Eine ausreichende
und regelmäßige Wasserzufuhr und ein Ausgleich
der Elektrolytverluste im Sport ist aus gesundheitlichen
Gründen und zur Vermeidung von Leistungsminderung unentbehrlich.
Natrium, Magnesium und Kalium sind die
Mineralstoffe, die hier mengenmäßig am stärksten
betroffen sind.
Magnesium weist in Relation zur Blutplasmakonzentration
den stärksten Verlust im Schweiß auf. Zusätzlich
zum Blutplasma werden hierbei auch andere Magnesium Reserven
des Körpers angegriffen (z.B. Blutzellen).
Im Sport ist eine ausreichende Magnesiumzufuhr von Bedeutung,
da ein enger Zusammenhang zwischen Magnesiummangel und erhöhter
Krampfbereitschaft der Muskulatur besteht... |
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