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30-Sep-09

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 Mineralwasser 
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 Sport & Magnesium  
 Quell- u. Tafelwasser 

Mineralwasser
korrekt gesagt "Natürliches Mineralwasser", ist ... Wasser, das seinen Ursprung in unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen hat. Es ist von ursprünglicher Reinheit und besitzt bestimmte ernährungsphysiologische Wirkungen aufgrund seines Gehaltes an Mineralstoffen, Spurenelementen oder sonstigen Bestandteilen.

Mineralwasser bedarf einer amtlichen Anerkennung und ist damit das einzige deutsche Lebensmittel, das einer solchen Auflage unterliegt.

Natürliches Mineralwasser muss direkt am Quellort in die für den Endverbraucher bestimmten Flaschen abgefüllt werden. Es darf nicht wie Tafelwasser in Containern transportiert oder über Thekenzapfgeräte vertrieben werden.

Der Verschluss muss geeignet sein, Verfälschungen oder Verun-reinigungen zu vermeiden. In der Gastronomie gehört das Mineralwasser in der Originalflasche auf den Tisch. Ein offener Ausschank ist unzulässig.
 
Historisches
Schon unseren Ahnen war Mineralwasser nicht unbekannt. Bereits in der Frühgeschichte wurde Mineralwasser als Heilmittel getrunken, und solehaltige Quellen wurden zur Gewinnung wertvoller Mineralien genutzt.

Salonfähig wurde das Mineralwasser aber vor allem durch die Römer. Sie entdeckten die gesundheitlichen Vorteile der warmen Quellbäder und entwickelten eine beispiellose Badekultur.

Nach und nach fanden die Wässer jedoch auch ihren Platz bei kulinarischen Festen. Deutsches Mineralwasser stand so hoch im Kurs, dass das perlige Nass in Tonkrügen über die Alpen transportiert wurde.

Der Kohlensäurereichtum der deutschen Quellen erwies sich dabei als vorteilhaft, denn der perlige Geschmack war bei den Römern besonders beliebt und bei deren heimischen Quellen nicht im gleichen Ausmaß zu finden. Außerdem gewährleistete der hohe Kohlensäuregehalt eine gute Haltbarkeit, die hinsichtlich des langen Transportweges nach Rom unerlässlich war.

Auch im Mittelalter verblasste der Ruhm der deutschen Mineralwässer nicht.

Bereits seit dem dreißigjährigen Krieg, also Anfang des 17. Jahrhunderts, lässt sich ein planmäßiger Transport von Mineralwasser nachweisen. In versiegelten Füllkörben und Tonkrügen wurde es über eine weite Entfernung verschickt.
England, das über keine vergleichbaren Quellen verfügt, gehörte genauso zu den Abnehmern wie die russischen Zaren.

Lange beschwerliche Transportwege verteuerten jedoch die Mineralwässer so enorm, dass sie nur für sehr wohlhabende Schichten erschwinglich waren. Dies änderte sich erst vor ca. 100 Jahren, als das Wegenetz besser ausgebaut wurde.
 
Quellwasser
stammt auch aus unterirdischen Wasservorkommen. Es muss nicht ursprünglich rein sein, keine ernährungsphysiologische Wirkung aufweisen und bedarf keiner amtlichen Anerkennung.

In seiner Zusammensetzung hat Quellwasser allen Kriterien zu genügen, die für Trinkwasser vorgeschrieben sind. Eine amtliche Anerkennung und Nutzungsgenehmigung sind - anders als beim Mineralwasser - nicht erforderlich!
 


Tafelwasser
ist kein Naturprodukt, sondern eine Mischung verschiedener Was-serarten und weiterer Zutaten. Für die Mischungsverhältnisse gibt es Hinweise in den §10 und §11 der Mineral- und Tafelwasserver-ordnung.

Tafelwasser muss keine ernährungsphysiologische Wirkungen aufweisen und bedarf keiner amtlichen Anerkennung. Hinweise auf eine bestimmte geografische Herkunft und Angaben über die chemische Zusammensetzung sind nicht erlaubt, denn Tafelwasser kann an jedem beliebigen Ort hergestellt und abgefüllt werden.
 


Leitungswasser
besteht zu zwei Dritteln aus Grundwasser und zu einem Drittel aus Oberflächenwasser. Es unterliegt der industriellen Aufbereitung und Filterung.
 


Fazit
Quell- und Tafelwasser müssen die Bezeichnung "Quellwasser" bzw. "Tafelwasser" auf den Etiketten tragen.

Sie dürfen in ihrem Namen weder den Begriff "natürlich" enthalten, noch einen Brunnen- oder Quellnamen tragen, um eine Verwechselung mit natürlichem Mineralwasser auszuschließen.
 
Vorkommen
Mineralquellen mit stark mineralhaltigen Wässern (insgesamt mehr als 1000 mg gelöste feste Bestandteile pro Liter) kommen nur in ganz bestimmten Gebieten vor.

Es sind solche Gegenden, in denen in erdgeschichtlich relativ junger Zeit (vor ca. 200 bis 70 Mill. Jahren) vulkanische Aktivitäten oder tektonische Störungen auftraten.

In Deutschland ist dies der Fall in Eifel, Ober- und Mittelrheintal, Hessischem Bergland, Südwestdeutscher Schichtstufenlandschaft usw. Nur hier hat das Wasser die Möglichkeit, über Kluftsysteme viele verschiedene Gesteinsschichten zu durchlaufen und dabei in größeren Mengen Mineralien aufzunehmen.

Aber auch in anderen Gebieten können Mineralquellen liegen. Da hier jedoch die geologischen Bedingungen für eine Anreicherung mit Mineralien anders sind, enthalten diese Wässer zum Tei auch geringere Mengen an Mineralstoffen.
 
Entstehung
Natürliches Mineralwasser entsteht aus Niederschlagswasser, das in den tieferen Untergrund versickert. Hinzu können noch geringe, vom Magma im Erdinneren abgegebene Wasseranteile kommen. Beim Versickern wird das Niederschlagswasser durch die unterschiedlichen geologischen Schichten gefiltert und gereinigt.

Mit zunehmender Tiefe erwärmt es sich. Eine Erwärmung kann auch durch den Kontakt zu Vulkanherden erfolgen.

Die Lösungsfähigkeit des Wassers ist der Grund dafür, dass es beim Durchfließen des Gesteins Mineralien und Spurenelemente aufnimmt.

Zu den geochemischen Vorgängen gehört auch die Anreicherung mit Kohlensäure. Sie kann dem Tiefenwasser in beträchtlicher Menge durch vulkanische Vorgänge zugeführt werden (neue oder ersterbende Vulkanherde, postvulkanische Entgasungen).

Ein Liter abkühlendes Magma setzt etwa 80 Liter Kohlensäure frei, die aus dem Erdinneren über Gesteinsrisse und -verwerfungen nach oben steigen und ins Wasser gelangen. Durch die Kohlensäure wird das Lösungsvermögen des Wassers erhöht.
 
Hydrogencarbonatwässer

stammen aus Gesteinen, die viel Kalk, also Calciumcarbonate enthalten.

Die meisten Mineralwässer zählen zu dieser Gruppe. Bei ihnen überwiegt das in der Liste der Anionen mit HCO3 gekennzeichnete Hydrogencarbonat, auch Bicarbonat genannt. Chemisch gesehen sind die Hydrogencarbonate die Salze der Kohlensäure.
Hydrogencarbonatreiche Mineralwässer eignen sich als Säurepuffer.

 


Sulfatwässer
stammen aus besonders gipshaltigen Gesteinen.

Sie enthalten viel Schwefel, der als Sulfat oder SO4 auf dem Etikett angegeben ist. Sulfate sind die Salze der Schwefelsäure. Sulfatwässer schmecken etwas bitter und können eine leicht abführende Wirkung haben.
 


Chloridwässer
haben Salzlager durchlaufen (Ablagerungen der Urmeere).
Sie sind besonders reich an Chloriden und damit meist auch an Natrium.

Natrium und Chlorid sind die im Wasser gelösten Bestandteile von Kochsalz. Chloridwässer werden empfohlen nach starken Flüssigkeits- und damit Salzverlusten durch Schwitzen, Durchfälle oder bei Erbrechen.
 


Säuerlinge
weisen einen hohen Gehalt an natürlicher Kohlensäure auf. Mehr als 250mg Kohlensäure pro Liter muss ein Säuerling haben.
Man findet sie häufig in Vulkangebieten.
 


Mischformen
Neben den reinen Hydrogencarbonat-, Sulfat- und Chloridwässern gibt es auch Mischformen wie zum Beispiel Calcium-Sulfat-Hydrogencarbonat-Wässer oder Calcium-Magnesium-Chlorid-Wässer.
 
Flüssigkeitsbedarf
Der Menschliche Körper besteht zu 50 bis 80 Prozent aus Wasser - je jünger desto höher der prozentuale Wasseranteil:
1400 Liter Wasser durchströmen in 24 Stunden das Gehirn, bei den Nieren sind es sogar 2000 Liter im gleichen Zeitraum.

Die wasserreichsten Organe - Blut, Gehirn, Leber und Muskulatur - reagieren auf Wasserverlust besonders empfindlich.
Der Organismus scheidet zwar nur 2,5 Liter im Laufe des Tages aus, diese Menge muss jedoch ersetzt werden.

Der Körper kann auf keine eigenen Wasserreserven zurückgreifen.

Damit der Organismus nicht austrocknet und er alle Schadstoffe ausscheiden kann, muss ein erwachsener Mensch mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit täglich aufnehmen. Über den Abbau von Nahrung und körpereigenen Fetten, Kohlenhydraten oder Proteinen entstehen 0,3 Liter Wasser. In Lebensmitteln sind weitere 0,7 Liter Wasser enthalten. Daraus folgt, dass ein Mensch (je nach Alter) mindestens 1 bis 1,5 Liter Flüssigkeit in Form von Mineralwasser oder anderen geeigneten Getränken zu sich nehmen muss.

Nahrungsexperten empfehlen sogar unter normalen Lebensbedingungen eine tägliche Flüssigkeitsaufnahme von 1,5 bis 2 Liter, um eine Austrocknung zu verhindern.
 
Sport & Magnesium
Wer sich sportlich betätigt, gerät ins Schwitzen... Eine ausreichende und regelmäßige Wasserzufuhr und ein Ausgleich der Elektrolytverluste im Sport ist aus gesundheitlichen Gründen und zur Vermeidung von Leistungsminderung unentbehrlich.

Natrium, Magnesium und Kalium sind die Mineralstoffe, die hier mengenmäßig am stärksten betroffen sind.

Magnesium weist in Relation zur Blutplasmakonzentration den stärksten Verlust im Schweiß auf. Zusätzlich zum Blutplasma werden hierbei auch andere Magnesium Reserven des Körpers angegriffen (z.B. Blutzellen).

Im Sport ist eine ausreichende Magnesiumzufuhr von Bedeutung, da ein enger Zusammenhang zwischen Magnesiummangel und erhöhter Krampfbereitschaft der Muskulatur besteht...
 

   
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Mineralkristalle - sichtbar durch polarisiertes Licht
 
Mineralkristalle - sichtbar durch polarisiertes Licht
 
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