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last update:
30-Sep-09

Vulkane und Maare
Die Vulkaneifel, damit wird seit je her die Region des Westeifeler Vulkanfeldes zwischen Bad Bertrich nahe der Mosel und Ormont an der Belgischen Grenze bezeichnet.

Diese Vulkanregion ist eine Mittelgebirgslandschaft mit einer einzigartigen geologischen Geschichte. Vor 10.000 Jahren rauchten hier noch Vulkane. Nach einer ersten vulkanischen Aktivitätsphase vor 45 bis 35 Millionen Jahren hat vor allem der noch einmal vor 700.000 Jahren einsetzende Vulkanismus die Region maßgeblich gestaltet
 


...350
An die 350 Ausbruchszentren sind in der Vulkaneifel bekannt. Die älteren Vulkane sind oftmals durch die Erosion bis auf Reste abgetragen oder nur noch mit geophysikalischen Methoden nachweisbar. Die jüngeren Vulkane dagegen sind dagegen noch recht gut erhalten. Rund zwei Drittel dieser Vulkane sind Tuff- und Schlackenvulkane, die als Kegel und Kuppen über die Landschaft herausragen.
 


...besondere Vulkanform
Bekannt und berühmt ist die Vulkaneifel jedoch für eine besondere Vulkanform, die Maare. Wissenschaftlich nachgewiesen sind bisher 75 Maare. Damit ist die Vulkaneifel weltweit das Gebiet mit der höchsten Maar-Dichte. Es sind alle Entwicklungsstadien eines Maares repräsentiert. Die Palette reicht vom wassergefüllten Maar (Maar mit Maarsee) über die verschiedenen Verlandungsstufen bis hin zum Trockenmaar. Letztere stellen die größte Anzahl.
 


...Kreisstadt Daun
Im Zentrum der Vulkaneifel liegt die Kreisstadt Daun, die einem eindruckvollen Beispiel für diese Art von Vulkanen den Namen gegeben hat, die Dauner Maare. Es handelt sich um eine Maargruppe, bei der das Gemündener, Weinfelder und (westliche) Schalkenmehrener Maar bis heute einen Maarsee enthalten, und zwei Maare, östliches und nordöstliches Schalkenmehrener Maar, sog. Trockenmaare darstellen.
 


...Magma
Entlang einer südost-nordwest verlaufenden Förderspalte sind die Trichter dieser Maargruppe aufgereiht. Nacheinander und innerhalb eines geologisch kurzen Zeitintervalls haben Wasserdampfexplosionen diese Maare in den Untergrund hinein gesprengt. Ursache für diese Explosionen war der Kontakt der aufsteigenden heißen Gesteinsschmelze, dem Magma, mit wasserführenden Schichten.

Altersbestimmungen, die auf der Analyse der Ablagerungen in den Maarseen beruhen, weisen auf eine Entstehung der Dauner Maare in dem Zeitraum vor 20.000 bis 30.000 Jahren hin. Zu dieser Zeit herrschte hier das eiszeitliche Klima der Wechsel-Eiszeit..
 


...Vulkanismus
Der Vulkanismus gilt als noch nicht erloschen - die Eifel ist noch in Bewegung. Hierfür gibt es eine Reihe von Hinweisen. Zu diesen zählen auch die unzähligen Kohlendioxidquellen. Das Kohlendioxid entstammt den Entgasungsprozessen in der heißen Gesteinsschmelze und tritt entweder als Gas in sog. Mofetten oder in Grundwasser gelöst in Quellen, den sog. Sauerbrunnen oder Dreesen zu Tage. Diese natürlichen Kohlendioxidvorkommen sind die Grundlage für die Sprudel- und Mineralwasserbetriebe in der Vulkaneifel.
 


...vor 10.000 Jahren
Das Gebiet hebt sich noch und bis in eine Tiefe von über 400 Kilometer lassen sich Temperaturanomalien nachverfolgen. Der bisher jüngste Vulkanausbruch ereignete sich darüber hinaus erst vor rund 10.000 Jahren und ließ das Ulmener Maar entstehen. Dies ist ein geologisch kurzer Zeitraum und die vulkanologische Forschung geht davon aus, das sich der Vulkanismus nur in einer Ruhephase befindet..
 

   
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